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 -.-                                                                                                           07.09.2018  

       Pool-Billard-Liga Münster e.V.

                                                                               Spielregeln der Pool-Billard-Liga Münster e.V.

        - Münsters ältester Pool-Billard-Verein seit 1977 e.V. -

 

Die folgenden Regeln der Pool-Billard-Liga Münster e.V. haben für alle Spieler die an diesem Spielbetrieb teilnehmen Gültigkeit. Es liegt in der Verantwortung des Einzelnen dass ihm alle Regeln und Zeitpläne bekannt sind. Alle Spieler sind dazu aufgefordert fair und freundschaftlich miteinander umzugehen.

 

1.0 Das Spiel / Der Tisch / Das Spielgerät

 

1.1 Das Spiel.

Ein Spieler spielt auf die vollfarbigen Kugeln ( 1-7 ) der andere Spieler auf die halben Kugeln (9-15). Der Spieler der als erstes die Kugeln seiner Farbe korrekt versenkt hat, darf auf die Acht spielen. Wird auch die Acht korrekt versenkt, so hat er das Spiel gewonnen.

 

1.2 Der Tisch.

Gespielt wird an einem 6-Fuß oder 7-Fuß-Tisch. Hierauf muss die Kopffeldlinie und das Dreieck deutlich eingezeichnet sein.

 

1.3 Das Spielgerät.

Gespielt wir mit einem handelsüblichem Billardqueue.

 

2.0 Spielbeginn + Spielberechtigung / Spielmodus + Spielwertung + Anzahl der Spieler / Verspätung / Spielabsagen / Vorgezogenes Doppel

 

2.1 Spielbeginn + Spielberechtigung.

Spielbeginnist um 20.00 Uhr. Es muss von beiden Mannschaften gewährleistet sein dass der weitere Spielablauf fortgesetzt werden kann. Spielberechtigt ist jeder Spieler der Pool-Billard-Liga Münster. Es kann aber auch jederzeit, bevor ein Spiel beginnt, ein Spieler zur Pool-Billard-Liga angemeldet werden. Hierzu ist dann ein Vermerk auf dem Spielplan zu machen mit Angabe der Pass-Nummer.

 

2.2 Spielmodus / Spielwertung / Anzahl der Spieler.

Jede Mannschaft spielt mit jeweils 6 Spielern im Einzel und 6 Spielern im Doppel. Es kann auch ausnahmsweise mit 5 Spielern gespielt werden. Der 6. Spieler im Einzel wie auch im Doppel wird dann ausgelost ( ausgewürfelt ).Theoretisch kann man auch mit 4 Spielern spielen. Hierzu ist die Zustimmung der gegnerischen Mannschaft nötig. Keine Mannschaft muss ein Spiel gegen 4 Spieler akzeptieren. Im Zweifelsfall gilt das Spiel für die vollständig angetretene Mannschaft ( 5/6 Spieler ) als gewonnen. Hierbei wird jedes Einzel und Doppel für die vollständig angetretene Mannschaft mit 2:0 gewertet und für die Mannschaft 10:0.Es wird von den Spielführern der Mannschaften vor Spielbeginn ein Spielplan aufgestellt mit jeweils 6 Einzelspielern ( 6 Einzelspiele ) und 3 x 2 Doppelspielern ( 3 Doppelspiele ). Es wird pro Spielpaarung ein Hin- und Rückspiel gespielt. Man kann also 2:0, 0:2 und 1:1 je Spiel spielen. Für jedes einzelne gewonnene Spiel erhält man einen Punkt so dass man pro Spiel maximal 2 Punkte erzielen kann. Wurden alle Spiele gespielt dann erhält die Mannschaft die gewonnen hat für die Mannschaftswertung 3 Punkte. Bei Unentschieden erhält jede Mannschaft einen Punkt.

 

2.3 Verspätung.

Sollte sich der Spielbeginn durch außergewöhnliche Situationen verschieben ( Unfall, Krankheit, extremes Wetter...), so ist der gegnerische Spielführer oder auch ein Vertreter der Mannschaft sofort zu benachrichtigen. Sollte jemand, der auf dem Spielbericht aufgeführt ist zu spät kommen, so können die nachfolgenden Spiele erst vorgezogen werden. Tritt ein Spieler der auf dem Spielbericht aufgeführt ist nicht an, so gilt das entsprechende Einzel- wie auch Doppelspiel als verloren.

  

2.4 Spielabsagen.

Kann eine Mannschaft zu dem angesetzten Termin nicht antreten, so kann das Spiel nachgeholt werden. Die Spielabsage muss bis spätestens am Mittwoch vor dem angesetzten Spieltermin abgesagt werden. Hierzu muss der Sportwart und der gegnerische Spielführer informiert werden. Das Spiel sollte möglichst zeitnah wiederholt werden. Hierfür sind die Termine für die Nachholspiele angesetzt. Man kann sich selbstverständlich auch auf einen anderen Termin einigen. Die absagende Mannschaft ist für die Neuansetzung eines Termins verantwortlich. Kommt es zu keiner Einigung so gilt das Spiel für die absagende Mannschaft als verloren. Das Spiel ist dann wie unter Punkt 2.2 zu werten. ( Nicht angetretene Mannschaft ) Zuvor sollte aber rechtzeitig der Sportwart zur Schlichtung hinzugezogen werden.

 

2.5 Vorgezogenes Doppel

Jede Mannschaft hat das Recht auf ein vorgezogenes Doppel. Dieses kann jederzeit beim gegnerischen Spielführer angemeldet werden. Das vorgezogene Doppel sollte aber nur aus Gründen gespielt werden, dass Spieler aus zeitlichen Gründen gezwungen sind schon eher zu spielen. Das vorgezogene Doppel darf nicht aus taktischen Gründen erfolgen.

 

3.0 Kugelaufbau / Anstoß und Aufnahme / Wahl der zu spielenden Kugeln / Spielfortsetzung / Aufnahmewechsel / Aufnahmewechsel im Doppel

 

3.1 Kugelaufbau.

Die ganzen Kugeln ( Nr.1 – 7 ) werden in den Ecken des Dreiecks platziert. Abwechselnd wird hiernach eine halbe Kugel ( Nr. 9 - 15 ) und ganze Kugeln am Rand des Dreiecks platziert, so dass niemals zwei halbe oder ganze Kugeln nebeneinander liegen. Die Acht und die beiden letzten Kugeln werden nach freier Wahl in den Innenbereich des Dreiecks gelegt. Danach wird das Dreieck so gedreht dass die Acht zum Kopffeld zeigt.

 

3.2 Anstoß und Aufnahme

Zum Anstoß wird die weiße Spielkugel mit vollem Umfang innerhalb des Kopffeldes frei platziert, sie darf also die Kopffeldlinie nicht berühren bzw. auch nicht überschreiten. Sollte die Kugel vor dem Anstoß die Kopffeldlinie berühren oder auch überschreiten und anschließend der Anstoß ausgeführt werden, dann ist dies ein Foul und der gegnerische Spieler hat zwei Aufnahmen. Die weiße Spielkugel kann innerhalb des Kopffeldes so lange verlegt werden bis der Anstoß erfolgt. Die Aufnahme beginnt mit dem Berühren der weißen Spielkugel und endet mit dem ersten Fehler, keine Kugel versenkt oder auch die Weiße versenkt wurde. Der Anstoß erfolgt in Richtung Dreieck, dabei muss die Weiße das Kopffeld mit vollem Umfang verlassen und wird so lange wiederholt bis eine Karambolage erfolgt ist. Wird die Acht beim Anstoß versenkt, wird neu aufgebaut.

 

3.3 Wahl der zu spielenden Kugeln

Fällt beim Anstoß eine Kugel oder auch mehrere, egal ob Volle oder Halbe, so hat der Spieler das Recht frei zu wählen welche Farbe er anspielen möchte ( Volle 1-7 oder Halbe 9-15 ) Hierzu muss er sich für eine „Farbe“ entscheiden ( genaue Ansage ) und diese Farbe mit dem nächsten Stoß bestätigen. Es kann auch ein andere Kugel der angesagten Farbe fallen, es muss also nicht die angesagte Kugel fallen sondern nur eine Kugel der angesagten Farbe. Gelingt der Stoß ist seine „Farbe“ bestätigt. Misslingt dieser Stoß, so hat der gegnerische Spieler die freie Wahl sich für eine Farbe zu entscheiden. Erst der erste bestätigte Stoß eines Spielers entscheidet darüber wer die Vollen oder die Halben hat. Hat ein Spieler „seine Farbe“ bestätigt und es fällt auch die Weiße oder auch eine Fremdkugel mit diesem Stoß, so gilt der Stoß als bestätigt, es wechselt dann lediglich die Aufnahme.

  

3.4 Spielfortsetzung

Nachdem der Bestätigungsstoß ausgeführt wurde, kann der Spieler seine Aufnahme fortsetzen. Er spielt so lange weiter wie er seine Kugeln korrekt versenkt. Hierzu kann man auch mit der weißen Spielkugel Fremdkugeln anspielen oder auch die Acht, um seine Kugeln zu versenken.

 

3.5 Aufnahmewechsel

Versenkt ein Spieler seine Kugeln nicht, versenkt die Weiße oder eine Fremdkugel, so gibt es Aufnahmewechsel und der gegnerische Spieler setzt seine Aufnahme fort. Ist die Weiße gefallen so wird wieder aus dem Kopffeld angestoßen. (siehe hierzu auch Punkt 3.2 Anstoß und Aufnahme !!).

 

3.6 Aufnahmewechsel im Doppel.

Beim Doppel wird bei Aufnahmewechsel immer abwechselnd gespielt. Spielt ein Spieler nach erneutem Aufnahmewechsel noch einmal, obwohl er bei dem vorhergehenden Aufnahmewechsel schon einmal gespielt hat, so ist das ein Fehler und die Aufnahme wechselt für das gegnerische Doppel.

 

4.0 Spiel auf die Acht

Hat ein Spieler alle seine Kugeln korrekt versenkt, so hat er die Möglichkeit mit einem indirektem Stoß auf die Acht und einer vorher angesagten Tasche, das Spiel erfolgreich zu beenden. Hierzu muss er vorher klar ansagen in welche Tasche er spielen möchte. Sagt er die Tasche nicht an und die Acht wird versenkt, so ist das Spiel verloren. Die Weiße oder die Acht muss vor dem Einlochen an eine Bande gespielt werden. Hierzu kann er auch eine Fremdkugel wie folgt benutzen : Er kann mit der Weißen eine Fremdkugel anspielen, die Weiße berührt danach die Bande und läuft auf die Acht und fällt dann in die angesagte Tasche.

Oder er spielt erst die Bande an, berührt eine Fremdkugel und die Weiße läuft dann auf die Acht. Wichtig ist dass die Weiße oder die Acht vor dem Versenken der Acht Bandenberührung hatte. Die angesagte Spielweise muss klar erkennbar sein, ansonsten gilt das Spiel als verloren. In schwierigen Situationen sollte ein Spieler jeder Mannschaft als Schiedsrichter anwesend sein. Gibt es auch hier keine Einigung so ist das Spiel verloren. Die Innentaschen und die Spitzen der Taschen gelten nicht als Bande. Liegt die weiße Spielkugel oder auch die Acht press an der Bande, kann die Acht direkt in die vorher angesagte Tasche gespielt werden. Die Weiße wie auch eine Fremdkugel können mitfallen , das Spiel ist auch dann gewonnen. Wird beim Spiel auf die Acht eine Kugel mit der Kleidung etc. berührt und die Acht fällt daraufhin, so ist das Spiel verloren. Fällt die Acht nicht, so wechselt die Aufnahme. Die angesagte Tasche kann bei jeder Aufnahme neu bestimmt werden, darf aber für die momentane Aufnahme nicht mehr gewechselt werden. Wenn ein Spieler noch Kugeln auf dem Tisch hat, so darf die Weiße, z.B. aus taktischen Gründen, direkt in eine Tasche gespielt werden, dieses ist insgesamt drei mal erlaubt. Spielt er ein viertes direkt in eine Tasche so hat der Gegner zwei Aufnahmen. Spielen beide Spieler auf die Acht, dann darf die Weiße nur über Bande versenkt werden, ansonsten hat der Gegner zwei Aufnahmen.

  

5.0 Verlassen von Kugeln vom Tisch / Berühren der Kugeln / Doppelstoß

 

5.1 Verlassen von Kugeln

Verlässt während einer Aufnahme eine halbe oder ganze Kugel den Tisch oder auch die Acht, so wird sie auf den ersten Punkt des Dreiecks gelegt und es gibt Aufnahmewechsel. Sollte dieser Punkt belegt sein so wird sie dicht aber mit geringem sichtbaren Abstand auf den nächsten freien Punkt der Fußlinie aufgebaut.Sind alle Punkte in Richtung Fußbande belegt, so wird der erste freie Platz vor dem Dreieck in Richtung Kopfbande gewählt. Wenn ein Spieler auf die Acht spielt und die Acht verlässt daraufhin den Tisch, gilt das Spiel als verloren. Verlässt die Acht während des Spiels den Tisch, so wird sie wie jede andere Kugel aufgebaut. Verlässt die weiße Kugel beim Spiel auf die Acht den Tisch und die Acht fällt in die angesagte Tasche, so gilt das Spiel auch als gewonnen.

 

5.2. Berührung der Kugeln.

Wird während einer Aufnahme eine Kugel mit dem Körper, der Kleidung etc. berührt, so wechselt die Aufnahme. Der Fehler muss vom Gegenspieler sofort angezeigt werden, nicht von Außenstehenden. Führt der Spieler seine Aufnahme fort ohne dass ein Einwand erfolgte, so gilt der Fehler als aufgehoben. Selbstverständlich sollte ein Spieler der einen Fehler oder Foul begeht, dieses fairerweise sofort ansagen.

 

5.3 Doppelstoß

Spielt ein Spieler die Weiße und stößt noch einmal nach ( sogenannter Doppelstoß ) so wechselt die Aufnahme und der gegnerische Spieler hat zwei Aufnahmen.

 

6.0 Beeinflussung von Außen / Hilfe durch Doppelpartner / Unsportliches Verhalten / Grobes unsportliches Verhalten

 

6.1 Beeinflussung von Außen

Kein Spieler der nicht direkt am Spiel beteiligt ist, darf durch Kommentare, Zeichen etc. das Spiel beeinflussen, ansonsten wechselt die Aufnahme.

 

6.2 Hilfe durch Doppelpartner

Während des Doppelspiels dürfen vom Spielpartner Tipps , Anweisungen, Anzeigen von Spielpunkten etc. nur vor Ausführung des Stoßes gegeben/angezeigt werden. Ansonsten wechselt die Aufnahme oder beim Spiel auf die Acht gilt das Spiel als verloren wenn die Acht daraufhin versenkt wurde.

 

6.3 Unsportliches Verhalten

Unsportliches Verhalten ist zu unterlassen, dazu zählt u.a.: Ablenken des Spielers, z.B. das man sich während des Stoßes genau gegenüber dem Gegner positioniert und ihn dadurch versucht zu beeinflussen. Unsportliche Kommentare, Auseinanderschrauben des Queues bevor das Spiel beendet ist, werden auch als unsportlich gewertet.

 

6.4 Grobes unsportliches Verhalten

 

Grobes unsportliches Verhalten liegt vor wenn z.B. mutwillig in das Spiel eingegriffen wird, absichtliches Durcheinanderbringen der Spielsituation, Beleidigungen, Androhung von Gewalt etc. Grobes unsportliches Verhalten führt zum Punktverlust desjenigen, der sich grob unsportlich verhält. Das gerade gespielte Spiel, egal ob im Einzel oder im Doppel, wird dann mit 0:2 gewertet und der Vorgang ist dem Spielführer zu melden oder auch die Situation auf dem Spielbericht zu vermerken.

  

7.0 Unvorhergesehenes

Sollten Spielsituationen eintreten die hier in den Regeln nicht erfasst sind, so sollten die Spieler in Verbindung mit den Spielführern sich auf eine Lösung einigen und eine unmittelbare Mitteilung an den Sportwart weitergeben, damit Änderungen erfolgen können.

  

Die Spielregeln wurden durch die Spielführerversammlung vom 07.09.2018 beschlossen

und allen Spielführern der Pool-Billard-Liga ausgehändigt.

Hiermit verlieren alle Spielregeln vor dem 07.09.2018 ihre Gültigkeit.

 

Münster, den 07.09.2018

 

 

 

Pool-Billard-Liga Münster e.V.